Am Freitag durfte ich auf der Gedenkfeier für den verschollenen Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub sprechen. 

Zusammen bewältigten wir 2016 den schwierigen Prozess der Übernahme der Lebensmittelkette Kaiser’s Tengelmann durch EDEKA. Gegen alle Widerstände von Neoliberalen, aber auch beispielsweise der Grünen, habe ich damals eine Ministererlaubnis mit der Bedingung erteilt, dass alle Arbeitsplätze und Tarifverträge erhalten und die Mitbestimmung der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften gesichert bleiben. Wir haben uns am Ende durchgesetzt: erstmals wurden die Rechte der Verkäuferinnen, Gabelstaplerfahrer, Fleischer und Angestellten zum Gemeinwohlgrund erklärt.

Vor einigen Wochen haben sich frühere Tengelmann-Arbeitnehmer bei einer EDEKA-Betriebsversammlung bei mir dafür bedankt. Vergangenen Donnerstag, genau einen Tag vor der Gedenkfeier, veröffentlichte EDEKA ihren 1. Bericht über die Wahrung der Arbeitnehmerrechte: auch das war Bedingung der Ministererlaubnis.

Karl-Erivan Haub hat am Ende genau das Richtige für sein Unternehmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan — und Recht behalten. Ich wünsche der Familie Haub, aber auch den vielen tausend Mitarbeitern viel Kraft bei der Bewältigung der kommenden Aufgaben.