Foto Wolfenbüttel _Foto: iStock/Borisb17

Mein Wahlkreis

Ich arbeite gerne in Berlin – aber „ein Berliner“ werde ich sicher nicht mehr in meinem Leben. Wer nicht abheben will in der Politik braucht eine Heimat. Und das ist für mich die Region zwischen Harz und Heide. Heimat heißt für mich: mit den Menschen, die ich als Bundestagsabgeordneter vertrete, im engen Kontakt zu bleiben. Und außerdem lebt es sich gut hier in einer der schönsten und kulturell reichhaltigsten Regionen Deutschlands.

Zu meinem Wahlkreis gehören:

  • die Stadt Salzgitter
  • Seesen, Langelsheim, Liebenburg und Lutter aus dem Landkreis Goslar
  • die Stadt und der Landkreis Wolfenbüttel mit Achim, Baddeckenstedt, Burgdorf, Börßum, Cramme, Cremlingen, Dahlum, Denkte, Dettum, Dorstadt, Elbe, Erkerode, Evessen, Flöthe, Gielde, Haverlah, Hedeper, Heere, Heiningen, Hornburg (Stadt), Kissenbrück, Kneitlingen, Ohrum, Remlingen, Roklum, Schladen, Schöppenstedt (Stadt), Sehlde, Semmenstedt, Sickte, Uehrde, Vahlberg, Veltheim (Ohe), Werlaburgdorf, Winnigstedt, Wittmar

Ständig unterwegs – und doch tief verwurzelt, sowohl persönlich als auch politisch: Im Interview spricht SPD-Chef Sigmar Gabriel über seinen Wahlkreis, was für ihn Heimat bedeutet und warum sie trotz Globalisierung immer wichtiger wird.

Asien, der Nahe Osten, die USA – Sie sind viel unterwegs. Haben Sie manchmal Heimweh?
Obwohl ich durchaus gerne unterwegs bin, weil das immer wieder den eigenen Horizont erweitert, muss ich zugeben: Ja, ich sehne mich des Öfteren nach Hause. Das liegt vor allem an meiner Familie.

Sie sind Weltbürger?
Nicht in dem Sinne, dass es mir egal wäre, wo ich lebe. Meine Frau und ich haben uns bewusst für Goslar als Heimatstadt entschieden. Goslar heißt für uns: vertraute Menschen, Nachbarn, Freunde. Hier kenne ich jede Straße, jedes Haus. Damit verbinde ich viele Erinnerungen, auch an die Jugend – positive und auch nicht so positive. Hier habe ich meine Wurzeln.

Aber als Vizekanzler, Wirtschaftsminister und SPD-Chef kümmern Sie sich doch eher um die „großen Themen“.
Zuerst bin ich direkt gewählter Abgeordneter meines Wahlkreises. Das Amt des frei gewählten Abgeordneten ist das höchste und wichtigste Amt in der Demokratie, nicht das Regierungs- oder Parteiamt.

Und da gibt es keine Unterscheidung von sogenannten großen und kleinen Themen. Zu mir kommen Eltern mit den Sorgen um ihre Kinder ebenso wie Unternehmer, die Unterstützung für ein großes Projekt wollen. Wir müssen Politik aus der Mitte des Alltags machen: Wie stoppen wir die Mietexplosionen? Wie helfen wir Alleinerziehenden und Familien? Wie sorgen wir für faire Löhne und Renten?

Was bedeutet Ihnen Heimat?
Eine Freundin hat mir mal ein Schlüsselband mit dem Aufdruck „Heimat“ geschenkt. Sie meinte damit, dass Heimat da ist, wo man seine Tür aufschließen kann. Das ist bei mir anders. Heimat bedeutet für mich Geborgenheit. Das ist vor allem meine Familie. Ich fahre so oft ich kann – auch spät in der Nacht – nach Hause, um wenigstens morgens mit meiner Familie zu frühstücken. Aber Heimat ist eben auch der Ort, wo wir wohnen und uns wohlfühlen.

Brauchen wir in Zeiten der Globalisierung überhaupt noch Heimat?
Ich glaube, wo das Große – Europa, die Welt, die Globalisierung – wichtiger wird, da wird auch das Kleine wichtiger. Bei all den Veränderungen, die Menschen heute bewältigen müssen, brauchen die meisten auch Orte, an denen sie sich auskennen und sicheren Grund unter den Füßen haben. Das muss kein fester Ort sein. Auch die Verankerung in einer Kultur, einer Religion oder bei anderen Menschen kann Sicherheit und Heimat geben.

Foto Dach des Reichstags _Foto: iStock / Nikada

Fahrten nach Berlin

In Berlin freue ich mich immer ganz besonders über Besuch aus dem Wahlkreis. Kommen Sie doch einfach vorbei und diskutieren Sie mit mir! Falls ich terminlich verhindert sein sollte, empfangen Sie gerne meine sympathischen MitarbeiterInnen.

Dafür gibt’s folgende Möglichkeiten:

BESUCHE AUF EINLADUNG DES ABGEORDNETEN

01. Möglichkeit: Eintägiger Informationsbesuch beim Deutschen Bundestag nach Berlin mit Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals, Diskussion und Rundgang auf der Reichstagskuppel. Bei dieser Fahrt wird ein geringer Eigenbeitrag pro Person erhoben.

02. Möglichkeit: Zweitägige Informationsfahrt beim Bundespresseamt (BPA) für politisch Interessierte. Die Kosten für Fahrt, Verpflegung und Unterkunft im Doppelzimmer übernimmt das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.

Dieses Angebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus meinem Wahlkreis.

Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen an meine Mitarbeiterin Laura Letter unter: sigmar.gabriel.wk03@bundestag.de

SELBSTORGANISIERTE ANREISE

Natürlich können Sie mich auch auf eigene Faust im Bundestag besuchen. Auf Sie wartet ein 45-minütiger Vortrag im Plenarsaal und im Anschluss eine interessante Diskussion um Politik im Bund oder im Wahlkreis. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen!

Für individuelle Besuche, Gruppen und Schulklassen senden Sie einfach eine e-Mail an mein Berliner Büro: sigmar.gabriel@bundestag.de

Ich bin sicher, wir finden einen passenden Termin für Ihren Besuch. Bis bald!